Pałac w Leźnie 

Geschichte des Palastes

Die ersten Erwähnungen des Ortes Leesen (Lezno) erscheinen in Dokumenten aus dem 14. Jahrhundert. Zuerst entstand Groß-Leesen an der Straße, die von Danzig nach Karthaus führte, dann das zweite Gut Klein-Leesen (Leznienko). Und eben dieses überdauerte nach vielen Veränderungen bis heute.

Der erste bekannte Besitzer des Rittergutes Leesen war ab 1338, durch eine Verleihung des Deutschen Ordens, ein gewisser Godka. Nach dem Niedergang des Ordens wurden die Lezno-Güter zum Eigentum des polnischen Königs. Im Jahre 1623 ging das Anwesen für kurze Zeit in die Hände des herausragenden Danziger Geschlechts Giese über. Dann erwarb wieder der polnische König das Verfügungsrecht darüber.

Unter seinen Benutzern erscheint 1681 Graf Jan Jerzy Przebendowski, eine hervorragende Persönlichkeit des öffentlichen Lebens in Polen in der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert, ein Teilnehmer der Chocim-Schlacht und ab 1703 der polnische Erzschatzmeister. Dank seiner Bemühungen wurde in Lezno in den Jahren 1720-1722 ein herrlicher Palast erbaut, umgeben von einem kleinen Landschaftspark.

Das uns nur von Überlieferungen bekannte Gebäude wurde auf dem Grundriß eines Hufeisens mit einer Spannweite von 56 m errichtet. Eine alte Beschreibung schildert seinen Wert: Du würdest leicht mehr als dreißig Salons und Zimmer zählen, jeder Raum anders eingerichtet (...). Die zeitgenößischen Schreiber staunen, sie sagen, daß ganz Preußen ein derartiges Bauwerk nicht gesehen hat, und daß man es mit den berühmten Ordensburgen vergleichen kann.

In den weiteren Jahren walteten hier die Przebendowskis Und später ? Die Grabowskis, die allerdings das Gut verfallen ließen. Die Zerstörungen nahmen während der napoleonischen Kriege noch zu, als das französische Heer im Palast stationiert war.

In dieser Zeit befand sich Leezen im Besitz der Familie Hellfenstein, und 1832 ging es in die Hände des Friedrich Hoene über, eines Kaufmanns, der ein blühendes Geschäft in Danzig hatte. Leezen blieb Eigentum der Familie Hoene bis zum Jahre 1945. Die größten Veränderungen führte Georg Hoene ein, der 1884 einen gründlichen Umbau des Palastes aus dem 18. Jahrhundert unternahm. In der Folge des Umbaus entstand ein neues, bis heute existierendes Bauwerk; auch der Landschaftspark, einer der herrlichsten in diesem Gebiet, wurde neu gestaltet.

Letzte Aktualisierung: 20.01.2015
 
 
 
Seite zuletzt aktualisiert: 16.10.2017
Rozwinięcie projektu i administracja stroną: Ośrodek Informatyczny UG